
Gewalt gegen Antifaschist*innen
Camping-Platz am Neuenhainer See (Schwalm-Eder-Kreis), 20. Juli 2008
Die Täter gehörten zur militanten Neonazi-Kameradschaft „Freie Kräfte Schwalm-Eder“ und deren Umfeld. Die seit 2005 existierende Kameradschaft umfasste bis zu 40 Personen (zwischen 17 und 28 Jahre) und orientierte sich in ihrem Auftreten an den neonazistischen „Autonomen Nationalisten“ – eine besonders gewalttätige Strömung, die sich auf Angriffe auf politische Gegner*innen fokussierte. „Autonome Nationalisten“ sind eine Strömung innerhalb des Spektrums der neonazistischen „Freien Kameradschaften“, die ab 2004 entstand. Die „Autonomen Nationalisten“ kombinierten ihre neonazistische Ideologie mit einem modernen jugendlichen Lifestyle und orientierten sich dabei an Ästhetik, Symbolik und dem Stil der linksradikalen Autonomen.
Von Mitgliedern der „Freien Kräfte Schwalm-Eder“ waren bereits vor dem Überfall am Neuenhainer See wiederholt brutale Angriffe auf junge Antifaschist*innen und alternative Jugendliche ausgegangen. Im Juni 2008 hatten elf vermummte Mitglieder der Gruppe einen Jugendclub in Frielendorf-Todenhausen überfallen. Dabei bewarfen sie Antifaschist*innen mit Steinen, traten auf deren Köpfe und Oberkörper ein und raubten Wertgegenstände. Die hohe Gewaltbereitschaft der Gruppe spiegelte sich in Dutzenden Anklagen wegen Körperverletzungen, dem unerlaubten Waffenbesitz, Anleitungen zum Bombenbau sowie Verstößen gegen das Sprengstoffgesetz wider. In einem Video hatte der Haupttäter vom Juli 2008 gesagt: „Deutscher, Augen auf! Du bist im Krieg!“.
Die Gewalttaten der „Freien Kräfte Schwalm-Eder“ stehen beispielhaft für unzählige gewalttätige Angriffe auf Antifaschist*innen, die in der Öffentlichkeit meist wenig Beachtung fanden.

Gewalt gegen Antifaschist*innen
Camping-Platz am Neuenhainer See (Schwalm-Eder-Kreis), 20. Juli 2008
Die Täter gehörten zur militanten Neonazi-Kameradschaft „Freie Kräfte Schwalm-Eder“ und deren Umfeld. Die seit 2005 existierende Kameradschaft umfasste bis zu 40 Personen (zwischen 17 und 28 Jahre) und orientierte sich in ihrem Auftreten an den neonazistischen „Autonomen Nationalisten“ – eine besonders gewalttätige Strömung, die sich auf Angriffe auf politische Gegner*innen fokussierte. „Autonome Nationalisten“ sind eine Strömung innerhalb des Spektrums der neonazistischen „Freien Kameradschaften“, die ab 2004 entstand. Die „Autonomen Nationalisten“ kombinierten ihre neonazistische Ideologie mit einem modernen jugendlichen Lifestyle und orientierten sich dabei an Ästhetik, Symbolik und dem Stil der linksradikalen Autonomen.
Von Mitgliedern der „Freien Kräfte Schwalm-Eder“ waren bereits vor dem Überfall am Neuenhainer See wiederholt brutale Angriffe auf junge Antifaschist*innen und alternative Jugendliche ausgegangen. Im Juni 2008 hatten elf vermummte Mitglieder der Gruppe einen Jugendclub in Frielendorf-Todenhausen überfallen. Dabei bewarfen sie Antifaschist*innen mit Steinen, traten auf deren Köpfe und Oberkörper ein und raubten Wertgegenstände. Die hohe Gewaltbereitschaft der Gruppe spiegelte sich in Dutzenden Anklagen wegen Körperverletzungen, dem unerlaubten Waffenbesitz, Anleitungen zum Bombenbau sowie Verstößen gegen das Sprengstoffgesetz wider. In einem Video hatte der Haupttäter vom Juli 2008 gesagt: „Deutscher, Augen auf! Du bist im Krieg!“.
Die Gewalttaten der „Freien Kräfte Schwalm-Eder“ stehen beispielhaft für unzählige gewalttätige Angriffe auf Antifaschist*innen, die in der Öffentlichkeit meist wenig Beachtung fanden.