
Rassistischer Gewaltexzess
Limburg, Brückengasse 2, 23. Oktober 2014
Das Gericht verurteilte einen 43-Jährigen zu zwölf und einen 22-jährigen Mittäter zu zehn Jahren Haft. Aufgrund des alkoholisierten Zustandes der Täter erkannte es eine verminderte Schuldfähigkeit an und sah von einer lebenslangen Haftstrafe ab. Ein dritter Mittäter hatte sich während der Untersuchungshaft das Leben genommen.
Die Täter hatten den Ermittlungen zufolge zwar keiner extrem rechten Gruppe angehört, jedoch eine neonazistische Haltung. Diese hatten sie u. a. durch Hitlergrüße auf Fotos vom Tattag offenbart. Am rassistischen Motiv der Täter kamen so im Rahmen des Prozesses keine Zweifel auf. Die Richterin betonte bei der Urteilsverkündung die „fremdenfeindliche Gesinnung“ der Täter als Motiv.
Die Hessische Landesregierung folgte der Bewertung des Gerichtes und stufte die Tat als politisch motiviert ein. Charles Werabe ist daher offiziell anerkannt als Todesopfer rechter Gewalt. Da einer Reihe anderer Getöteter diese Anerkennung bis heute nicht zukommt, ist er nach Halit Yozgat, dem Kasseler Mordopfer des NSU, offiziell erst das zweite Todesopfer rechter Gewalt in Hessen.
Auf Initiative aus der Zivilgesellschaft wurde 2018 auf dem Boden vor dem Gebäude eine Gedenktafel eingelassen.
Weitere Infos:
Zum 10-jährigen Todestag und zum Gedenken an Charles Werabe rief ein großes Bündnis, bestehenden aus Limburger Organisationen, am 23.10.24 zu einer Demonstration auf. Hier das Mobilisierungsvideo des DGB Limburg-Weilburg
www.youtube.com/watch?v=wox1CGlDll0

Rassistischer Gewaltexzess
Limburg, Brückengasse 2, 23. Oktober 2014
Das Gericht verurteilte einen 43-Jährigen zu zwölf und einen 22-jährigen Mittäter zu zehn Jahren Haft. Aufgrund des alkoholisierten Zustandes der Täter erkannte es eine verminderte Schuldfähigkeit an und sah von einer lebenslangen Haftstrafe ab. Ein dritter Mittäter hatte sich während der Untersuchungshaft das Leben genommen.
Die Täter hatten den Ermittlungen zufolge zwar keiner extrem rechten Gruppe angehört, jedoch eine neonazistische Haltung. Diese hatten sie u. a. durch Hitlergrüße auf Fotos vom Tattag offenbart. Am rassistischen Motiv der Täter kamen so im Rahmen des Prozesses keine Zweifel auf. Die Richterin betonte bei der Urteilsverkündung die „fremdenfeindliche Gesinnung“ der Täter als Motiv.
Die Hessische Landesregierung folgte der Bewertung des Gerichtes und stufte die Tat als politisch motiviert ein. Charles Werabe ist daher offiziell anerkannt als Todesopfer rechter Gewalt. Da einer Reihe anderer Getöteter diese Anerkennung bis heute nicht zukommt, ist er nach Halit Yozgat, dem Kasseler Mordopfer des NSU, offiziell erst das zweite Todesopfer rechter Gewalt in Hessen.
Auf Initiative aus der Zivilgesellschaft wurde 2018 auf dem Boden vor dem Gebäude eine Gedenktafel eingelassen.
Weitere Infos:
Zum 10-jährigen Todestag und zum Gedenken an Charles Werabe rief ein großes Bündnis, bestehenden aus Limburger Organisationen, am 23.10.24 zu einer Demonstration auf. Hier das Mobilisierungsvideo des DGB Limburg-Weilburg
www.youtube.com/watch?v=wox1CGlDll0