
Antiziganistischer Sprengstoffanschlag
Darmstadt, 2. Januar 1982
Bereits vor dem Anschlag war die Familie Verleumdungen, rassistischen Beleidigungen und körperlichen Angriffen ausgesetzt. In die Kritik geriet damals auch der Darmstädter Oberbürgermeister Günther Metzger. Im August 1983 ließ er ein Wohnhaus der Familie im Martinsviertel abreißen– aufgrund angeblicher „Seuchengefahr“. Teile der Familie waren nach dem Anschlag in der Wormser Straße dort eingezogen. Der Abriss wurde vorgenommen, als die Bewohner*innen gerade in Jugoslawien waren. Nach ihrer Rückkehr mussten sie ihre verbliebene Habe in den Trümmern suchen: „Möbel, Kleidung und alles, was zur Kupferwerkstatt meiner Familie gehörte, verschwanden unter Steinen, Sand und Staub. Als mein Großonkel und die anderen aus dem Ausland zurückeilten, standen sie vor dem Nichts“, erinnert sich Jovanovic in seiner Autobiografie. Im März 1984 ließ Metzger die Familien abschieben. Das Verwaltungsgericht Darmstadt stufte dies später als rechtswidrig ein.
Gianni Jovanovic hat 2022 mit Unterstützung von Oyindamola Alashe die lesenswerte Biografie „Ich, ein Kind der kleinen Mehrheit“ veröffentlicht.
www.aufbau-verlage.de/blumenbar/ich-ein-kind-der-kleinen-mehrheit/978-3-351-05100-6
Die hier beschriebenen Aspekte verarbeitet der Regisseur Adrian Oeser in seiner empfehlenswerten Dokumentation „Der lange Weg der Sinti und Roma“ zu Rassismus gegen Sinti und Roma.
https://adrian-oeser.net/film/lange-weg-sinti-und-roma

Antiziganistischer Sprengstoffanschlag
Darmstadt, 2. Januar 1982
Bereits vor dem Anschlag war die Familie Verleumdungen, rassistischen Beleidigungen und körperlichen Angriffen ausgesetzt. In die Kritik geriet damals auch der Darmstädter Oberbürgermeister Günther Metzger. Im August 1983 ließ er ein Wohnhaus der Familie im Martinsviertel abreißen– aufgrund angeblicher „Seuchengefahr“. Teile der Familie waren nach dem Anschlag in der Wormser Straße dort eingezogen. Der Abriss wurde vorgenommen, als die Bewohner*innen gerade in Jugoslawien waren. Nach ihrer Rückkehr mussten sie ihre verbliebene Habe in den Trümmern suchen: „Möbel, Kleidung und alles, was zur Kupferwerkstatt meiner Familie gehörte, verschwanden unter Steinen, Sand und Staub. Als mein Großonkel und die anderen aus dem Ausland zurückeilten, standen sie vor dem Nichts“, erinnert sich Jovanovic in seiner Autobiografie. Im März 1984 ließ Metzger die Familien abschieben. Das Verwaltungsgericht Darmstadt stufte dies später als rechtswidrig ein.
Gianni Jovanovic hat 2022 mit Unterstützung von Oyindamola Alashe die lesenswerte Biografie „Ich, ein Kind der kleinen Mehrheit“ veröffentlicht.
www.aufbau-verlage.de/blumenbar/ich-ein-kind-der-kleinen-mehrheit/978-3-351-05100-6
Die hier beschriebenen Aspekte verarbeitet der Regisseur Adrian Oeser in seiner empfehlenswerten Dokumentation „Der lange Weg der Sinti und Roma“ zu Rassismus gegen Sinti und Roma.
https://adrian-oeser.net/film/lange-weg-sinti-und-roma